Das Craniosakrale System erstreckt sich von den Knochen des Schädels und des Gesichts  (Cranium) bis hin zum Becken (Kreuzbein-Sakrum) und umfasst all die Gewebe, die das Gehirn und Rückenmark schützen.  Innerhalb dieses Systems herrscht – wie im übrigen Körper auch – eine ständige Wechselwirkung von chemischen Prozessen und mechanischen Spannungen.  Im gesunden Körper befinden sich diese in einem dynamischen Gleichgewicht, alle Teile dieses Systems sind frei beweglich, gut ernährt und durchblutet.
  

In der Behandlung arbeitet die Therapeutin mit den minimalen Bewegungen der Schädelknochen und des Kreuzbeins und mit dem craniosakralen Rhythmus, der im ganzen Körper zu spüren ist. Dieser entsteht durch die pumpenden  Bewegungen, mit denen das Gehirnwasser (Liquor) durch  das craniosakrale System transportiert wird. Die Flüssigkeit umspült, schützt und ernährt das Rückenmark und das Gehirn.
Störungen in diesem System können z.B. durch die mechanischen Faktoren der Geburt oder durch ein Trauma (z.B. Sturz) bedingt sein. Sie können sensorische, motorische und intellektuelle Fähigkeiten einschränken und bei Kindern die normale Entwicklung behindern.

Die Therapie ist eine sehr feine und doch tief wirkende Behandlung. Die Therapeutin findet über das Ertasten von Einschränkungen der Gewebemobilität die Ursachen der vorhandenen Störungen, um diese dann mit sanften mobilisierenden Techniken zu lösen. Der Selbstheilungsprozess des Körpers wird unterstützt.


Indikationen:
Spuck-Schreikinder
Schädeldeformitäten
Schiefhals
Kiss-Syndrom
Otitis
Sinusitis
Verdauungsprobleme

Größere Kinder:
Migräne, Kopfschmerzen
nach Gehirnerschütterungen
nach Unfällen

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